modell-hobby-spiel
(30. September bis 3. Oktober 2011)
Leipzig, Oktober 2011
"Ein bisschen Fachsimpeln mit den Kollegen hat viel Spaß gemacht"
Interview mit Michael Menzel – Preisträger GRAF LUDO 2011 in der Kategorie „Beste Familienspielgrafik“ mit dem Spiel „Eselsbrücke“
Herr Menzel, Sie waren mit drei Titeln unter den sechs Nominierten vertreten. Bei welchem dieser Titel haben Sie am ehesten gedacht, dass er es aufs Siegertreppchen bringen könnte?
“Safranito” war mein persönlicher Favorit. Ob eines meiner Spiele – und wenn ja welches – gewinnen würde, hätte ich aber nicht sagen können. Ich fand die Jury-Entscheidungen in den letzten Jahren immer ziemlich überraschend. Das macht es natürlich bis zum letzten Moment sehr spannend.
Was waren für Sie die besonderen Herausforderungen bei der Grafik zu „Eselsbrücke“?
Eselsbrücke war ein sehr aufwändiges Projekt. Es mussten 180 Begriffe gezeichnet werden. Wenn man davon ausgeht, dass nicht jede Zeichnung sofort gelingt bzw. einem nicht sofort etwas Witziges einfällt, so sind sicher weit über 200 Zeichnungen entstanden. Thorsten Gimmler, Redakteur bei SchmidtSpiele, und mir war klar, dass das eine Weile brauchen würde, und so nahm ich die Liste mit den Begriffen über ein halbes Jahr lang überall mit hin – sogar in den Urlaub. Stetig wuchs die Zahl der fertigen Begriffe. Eine weitere Herausforderung war die Art der Darstellung. Anhand der Begriffs-Plättchen sollen im Spiel einprägsame Geschichten erfunden werden. Daher sollten die Zeichnungen möglichst anregend auf die Spieler wirken, ohne sie einzuengen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Begriff “Loch”. Das Bild dazu hätte schlicht eine dunkle Öffnung sein können. Nach einigen Überlegungen habe ich mich dann für das Bild eines Astronauten entschieden, dessen Luftzufuhr-Schlauch ein winziges “Loch” hat. Er selbst sieht dabei nicht glücklich aus. Ich denke, dass die wenigsten Spieler daraufhin einen Astronauten in ihre Geschichte einbauen. Aber es regt sie an, mehr aus dem “Loch” in ihrer Geschichte zu machen, als einfach nur eine dunkle Öffnung.
Wie fanden Sie die Veranstaltung in Leipzig?
Prima und furchtbar spannend. Alles lief sehr professionell. Das Treffen mit allen Nominierten, der Presse und der Jury am “Graf Ludo”-Stand war sehr schön. Ein bisschen Fachsimpeln mit den “Schönstes Kinderspiel”-Gewinnern Rolf Vogt (2010) und Alex Jung (2011) hat viel Spaß gemacht.
Vita Michael Menzel
- Geboren im Oktober 1975
- Ausbildung zum gestaltungstechnischen Assistenten
- Grafiker und Projektleiter bei der VX-Software GmbH
- Karikaturen und Cartoons für Zeitungen und Magazine (Rheinische Post, Lokal Nachrichten, TB-Info, der Duisburger)
- Illustrationen für Karten- und Brettspiele der Verlage Kosmos, Ravensburger, Amigo, Winning Moves, Clementoni, Mayfair, Goldsieber, Haba, Eggert Spiele, Campa Games, Noris, Schmidt Spiele, Hans im Glück, Selecta und Queen Games, zum Beispiel
- Illustrationen für Spiel des Jahres 2006 “Thurn und Taxis”
- Re-Design der “Catan-Online Welt”
- Grafischer Relaunch 2010 von Klaus Teubers “Die Siedler von Catan” + Erweiterungen
- Ausstellungen von Ölgemälden (Museums-Café Duisburg, Galerie Osper Köln, etc.)
- Freiberuflicher Illustrator
Ansprechpartner für die Presse:
Julia Rauschenbach
Pressereferentin
Telefon: +49 (0)3 41 / 678 81 98
Telefax: +49 (0)3 41 / 678 81 82
E-Mail: j.rauschenbach (at) leipziger-messe.de
Fritz Gruber
Agentur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0) 09831 / 61 33 36
E-Mail: fritz.gruber (at) t-online.de
Der Preis im Internet:
www.kkstiftung.de
www.felsenweginstitut.de
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