Grafiker im Portrait – Felix Scheinberger mit Hexenduell

Seit wann arbeiten Sie als Grafiker und wo kann man ihre Kunstwerke bereits bestaunen?

Felix Scheinberger

Ich arbeite seit fünfzehn Jahren als Illustrator. Ich habe in Hamburg bei Erhard Göttlicher und Klaus Ensikat studiert. Bereits während meines Studiums beteiligte ich mich an Ausstellungen  und erhielt erste Illustrationsaufträge. Ich spielte vorher zunächst einige Jahre semiprofessionell Schlagzeug in verschiedenen Punkbands, ehe ich mittels Begabtenprüfung in Hamburg mein Studium antrat und mit Auszeichnung absolvierte. Nach dem Studium gelang mir nahtlos der Einstieg in die Grafikszene. So habe ich in den letzten zehn Jahren über 50 Bücher illustriert. Außerdem veröffentliche ich regelmäßig in Zeitungen und Zeitschriften und arbeite für verschiedene Theater.

Außerdem begleitete ich Lehraufträge für Zeichnen undFelix Scheinberger2 Illustration in Wiesbaden, Mainz und Hamburg. Vom Sommersemester 2007 bis Wintersemester 2008 war ich Inhaber einer Vertretungs-Professur für Zeichnen und Illustration an der Fachhochschule für Gestaltung in Mainz. Vom  Wintersemester ‘08  bis Anfang dieses Jahres unterrichtete ich als Gast-Professor an der Bezalel Academy of Art and Design Jerusalem/Israel.

Im Herbst 2009 erschien beim Verlag Hermann Schmidt Mainz mein “Mut zum Skizzenbuch”, ein Lehrbuch über das zeichnen und skizzieren.

Wie haben Sie von ihrer Nominierung erfahren?

Von der Nominierung habe ich durch einen Anruf des Haba-Redakteures erfahren.

Kannten Sie den Graf Ludo schon zuvor  und wie finden Sie die Idee eines Preises für schöne Gestaltungen?

Den Graf Ludo kannte ich vorher nicht. Finde die Idee des Preises aber großartig. Ich denke, es ist toll, wenn die Grafik und die Illustration  in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen werden. Zumal die Arbeitsbedingungen gerade für junge Illustratoren oft nicht ideal sind und ein Mehr an Öffentlichkeit sicher hilfreich sein wird.

Wie entstand die Gestaltung ihres Spiels?

Die Gestaltung entstand in Zusammenarbeit mit der Haba-Redaktion. Ich habe zudem schriftliche Briefing-Skizzen entworfen und dann mit Ihnen  nach und nach im Gespräch die Optik entwickelt. Technisch ist die Illustration eine Bleistiftzeichnung die mit Photoshop koloriert wurde.

Welche Arbeitsschritte gab es?

No1 (Skizze in schwarz/weiß)                 &               No2 (Skizze kolloriert)

skizze cover1

Skizze_cover_bunt

###################

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Verlag?

Haba ist ein toller Verlag. Nicht umsonst habe ich schon 4 Spiele für  Sie illustriert. Ich finde die Kommunikation gut und Haba ist immer bemüht, die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung realistisch zu gestalten. Außerdem produziert Haba vor Ort unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte und kümmert sich  gut um Angestellte und Freie. Ich finde Haba ( Im Gegensatz zu vielen anderen) ein sehr gutes Beispiel für einen Spieleverlag und entsprechend gut ist die Zusammenarbeit.

Wie bewerten Sie ihre Konkurrenz im Preis?

Die Konkurenz ist toll und insbesondere das Vampirspiel hätte den ersten Preis verdient :-)

Werden Sie zur Verleihung am 1. Oktober nach Leipzig kommen und  zum Grafikerplausch im Anschluss an die Preisvergabe zur Verfügung  stehen?

Wenn ich den ersten Platz gewinne, gern.

Vielen Dank Herr Scheinberger!

Wir möchten Ihnen hiermit gern die Website des Künstlers (incl. einer umfangreichen- und kurzweiligen Galerie seiner Arbeiten) weiterempfehlen: www.felixscheinberger.de